Rotwild auf Nahrungssuche

Lärchenwiesenäsung

Im Winter und solange noch Schnee liegt finden sich auf den Lärchenwiesen Fährten des Rotwildes, die von Baum zu Baum führen. Weshalb?

Flechtenäsung

Der Grund findet sich an der Borke der Lärchen: Baumflechten. Diese in Symbiose lebenden Zwitterwesen aus Pilzen und Algen besitzen einen beachtlichen Nährwert: 54 Prozent Wassergehalt, vergleichsweise gute Rohprotein-Werte und bei wenig Rohfaser, sehr viele Kohlenhydrate. Baumflechten sind auch wichtige Zeigerpflanzen für saubere Luft.1

Rotwildrudel

Ein Rotwildrudel beim Äsen. Im Hintergrund zwei beinahe einjährige Hirsche. Vorne von links, zwei weibliche Kälber vom Vorjahr und eine Hirschkuh.

(1) Hubert Zeiler: Rotwild in den Bergen, Wien 2005, S. 108 f.




Rehbock am Nachmittag

2016 03 Lagorai Ende März

Lagorai-Panorama Ende März.

2016-03-Rehbock-im-März

Obwohl die Lärche das Haupt verdeckt, ist auf den ersten Blick zu erkennen, dass es sich hier um einen Rehbock handelt.

2016-03-Rehbock-im-Bast

Ein junger Sechser (jeweils drei Geweihspitzen) genießt die stille Einsamkeit der Lärchenwiese.




Abendstimmung mit Feldhase

Schnee im Abendlicht

Schneedecke im warmen Abendlicht. Aus ihr ragen die winterlich kahlen, stachelbewehrten Berberitzenzweige.

Feldhase im März

Ein Feldhase hat sich auf einer bereits schneefreien Wiese eingefunden.

Fotos von Feldhasenfährte im Schnee und typische Losung (Kot).




Erika, Reh und Schlüsselblume

Erika im Schnee

Die freundliche Farbe der Heidekräuter, auch Heiden oder Erikas zeigt sich auf einer Lärchenwiese.

2016-03-Rehgeiß-im-März

Eine Rehgeiß, gut erkennbar an der Schürze (schwänzchenartige Behaarung über dem Feuchtblatt/Scheide), in der beginnenden Abenddämmerung.

Ringelblume

Auch die ersten zaghaften Schlüsselblumen blühen schon.




Hasenspuren

Lärchenwiese im Winter

In der Morgensonne werfen die Lärchen ihre langen Schatten über den Schnee.

Feldhasenspur im Schnee

Hier ist ein Feldhase langgehoppelt. Zuerst noch eingebrochen, hat ihn die Schneedecke dann getragen. Typisch hat er die Springer (Hinterbeine) vor die Vorderläufe (Vorderbeine) gesetzt.

Felsenhase im Schnee

Ein zur Hasenform „modellierter“ Felsen.

Hasenlosung

Hasenlosung (Kotballen).

Foto eines Feldhasen im März.




Bast und Frühlingsboten

Huflattich

Der Huflattich gehört auch zu den ersten Frühlingspflanzen. Die Blüten zeigen sich als Erste. Wenn sie verblüht sind, folgen etwa im Mai die Laubblätter. Das sogenannte „Hustenkraut“ gehört zu den ältesten bekannten Heilpflanzen. Schon der berühmteste Arzt des Altertums, der Grieche Hippokrates (ca. 460 – 377 v.Chr.) hat über seine Wirkung geschrieben. Blüten und Blätter besitzen dieselben Eigenschaften und wirken: schleim- und krampflösend, schweiß-, harntreibend und auswurffördernd sowie hustenlindernd.1

Rehbock gut getarnt

Ein junger Rehbock, durch seine winterliche Deckenfärbung (Fellfärbung) nahezu perfekt getarnt.

junger Rehbock im März

Dann in voller Pracht vor kontrastarmem Hintergrund. Noch ziert der plüschartig anmutende Bast (gut durchblutete Haut, unter der sich das neue Geweih bildet) das Haupt des Rehbockes, im März/April wird die Haut absterben und an Bäumchen und Sträuchern verfegt (abgestreift) werden.

 

(1) Ronald Füllbrandt: Huflattich, Johanniskraut, Schafgarbe. Wildkräuter unserer Heimat, Band 4, o.O. 2014,  S. 16 f.




Warmer Märzabend

Wiesenrand in Abendsonne

Farbenspiel am Wiesenrand. Goldig präsentiert sich die Haselnuss mit den männlichen Blütenständen.

Leberblümchen

Frühjahrsboten: Leberblümchen blicken schon aus der Falllaubschicht.

Moos in der Abendsonne

Warm schimmern die Abendsonnenstrahlen im Moos.

Abendreh

Eine Rehgeiß zeigt sich an einer Wiesenkuppe.




Gamsrudel und frisches Grün

Tannenzweig und Schnee

Der Märzschnee auf dem Tannenzweig schmilzt in der Morgensonne.

Gamsrudel im März

Ein Gamsrudel von 13 Tieren (hier zwei Geißen und sechs Kitze Jahrgang 2015) äst das erste Grün. Obwohl nun die winterliche Notzeit überstanden zu sein scheint, so ist gerade der März ein kritischer Monat. Der Grund: Stoffwechsel und Verdauung müssen sich relativ rasch auf energiereiche Kost umstellen und diese Umstellung kostet viel Kraft. Ein Tier, das durch den Winter stark geschwächt wurde und seine körperlichen Reserven aufgebraucht hat kann nun an seine Grenzen stoßen. Krankheitserreger, die im Kreislauf ständig lauern, haben nun leichtes Spiel. Laut der österreichischen Jagdzeitschrift „Der Anblick“ kommt es im Allgemeinen Ende März/Anfang April auch unter älteren Gämsen zu verstärkten Ausfällen.1

Gamsgeiß mit Kitz

Ruhepause während des Äsens (Nahrungsaufnahme). Eine Gamsgeiß und zwei Geißkitze, bei denen in etwa zwei Monaten der erste Geburtstag ansteht. Dann nennt man sie Jahrlinge (einjähriges Gamswild). Das Kitz im unteren Bildrand ist um einiges schwächer als jenes bei der Geiß.

Schwarzhorn

Das Schwarzhorn.

(1) o.V.: Milder Bergwinter mit Folgen?, in: Der Anblick. Zeitschrift für Jagd und Natur in den Alpen (2016), Heft 3, S. 8 f.




Zwei Abendimpressionen

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang.

Rehböcklein

Ein Rehböcklein, erkennbar am Pinsel (Haarbüschel am männlichen Glied),  zieht über eine Lärchenwiese.




Verspäteter Wintereinbruch

Wintereinbruch

Nach Wetterkapriolen mit Plusgradrekorden nun Märzschnee.

Rehspuren an Haselnuss

Die Rehe waren schon an den Haselnussknospen.

Reh unter Haselnuss

Ein Rehbock, erkennbar am nierenförmigen Spiegel (weißes Haar am Hinterteil) und der fehlenden Schürze (schwänzchenartige Behaarung über dem Feuchtblatt/Scheide).

Rehe im Schnee

Rehgeiß mit ihrem Bockkitz vom Vorjahr.

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang.